Unwetter Friederike

Unwetter Friederike sorgte für reichlich Arbeit

Für reichliche Einsätze sorgte am heutigen Tage das Sturmtief Friederike. Durch die Feuerwehr Hückelhoven wurde in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr etwa 93 Einsätze abgearbeitet. Die gemeldeten Einsätze betrafen das gesamte Stadtgebiet. Der Einsatzschwerpunkt lag im Bereich der Ortslagen Ratheim und Hückelhoven.
Durch den Sturm wurden Bäume entwurzelt, Schilder und Sträucher umgerissen, sowie Dächer abgedeckt und vieles mehr. Der markanteste Einsatz wurde gegen 11:04 Uhr in Schaufenberg gemeldet. Hier stürzte ein Baum auf die Fahrbahn und begrub auf dem Gehweg 2 Personen unter sich. Die Feuerwehr mußte mit technischem Gerät die Personen unter dem Baum befreien. Nach medizinischer Erstversorgung wurden die verletzten Personen in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht und aufgrund der schwere ihrer Verletzungen in eine Klinik der Maximalversorgung weiterverlegt.
Das städtische Hallenbad in Hückelhoven wurde auch nicht verschont. Hier wurde die Dachhaut so stark beschädigt, dass diese drohte abzustürzen. Hierzu wurde ein Dachdeckerbetrieb hinzugezogen sowie vorsorglich die Martin Lutherstr. gesperrt. Ein eingestürztes Dach einer Industriehalle in Hilfarth wurde um 12:10 gemeldet. Hierbei wurden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Ebenfalls wurde in Hilfarth auf der Breitestraße eine Terrassenbedachung auf die Straße geweht. Hierdurch kam der Verkehr kurzzeitig zum Erliegen.
In Kleingladbach wurden auf der Straße Im Siel ca. 20 Bäume umgerissen und blockierten hier die Fahrbahn auf eine länge vom 50 Meter. Zu zwei Sturmbedingte Einsätze mußte die Feuerwehr auf der Autobahn 46 ausrücken. Hier mussten ebenfalls Bäume von der Fahrbahn beseitigt werden.
Ebenfalls kam das Alltagsgeschäft an diesem Tag auch nicht zu kurz. Um 11:14 musste die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage nach Baal ins Industriegebiet ausrücken. Hier konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden, da nur ein technischer Defekt den Alarm ausgelöst hatte.
Der städt. Bauhof unterstützte tatkräftig die Feuerwehr bei diversen Einsätzen und sperrte Nebenstraßen für den Verkehr, wo in der Akutphase keine Maßnahmen zu treffen waren. Für die Zeit der Sturmlage waren ca. 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr ehrenamtlich im Einsatz.

Info und Ratschlag:
Für die nächsten Tage sollte die Bevölkerung weiter die Wälder und Wege mit Baumbestand meiden. Auch diese können noch nach dem Sturm plötzlich und unvermittelt umstürzen. Ebenfalls sollte die Bereiche die abgesperrt wurden, nicht betreten werden. Auch hier besteht weiterhin akute Lebensgefahr.